museion

Unter dem Titel Museion, dem Sitz der 9 Göttinen der Künste und Wissenschaften zeigt Isabelle Mühlbacher fotografische Arbeiten, Siebdruck und Videoinstallation.

Durch den Portikus des Museums, in der Ausstellung durch 3 Säulen thematisiert, betritt man die "Eingangshalle" in den griechischen Tempel, deren Wirkung zur sinnlichen Sammlung auffordert. Aus der Fülle das Richtige heraussuchen und zu erfassen.

Mit dem Wort Erfassen meint die Künstlerin das unvoreingenommene Verstehen der Idee der fotografischen Abbildung und gleichzeitig ihre Subjektive Interpretation. Dadurch schafft sie sich Ordnung, Orientierung und Klärung. Die Suche findet statt im Selbstportrait in ihrem Blick auf die Familie, in der Lust und in der Liebe.

Siebdruck. Bei der Bearbeitung eines Fotos oder eines vorgefundenen Fotomaterials (z.B.: Original-Glasplatten aus der Unfallchirurgie) tritt Isabelle Mühlbacher einen Schritt zurück, indem sie verschiedene Verfahrensschichten zwischen sich und dem Original schiebt. Die siebdrucktechnische Umsetzung und die chemischen Prozesse dienen ihr als Sehfilter bzw. als Sehhilfe, um den Abstand zwischen dem Foto und dem nunmehrigen Blick zu überbrücken und zu thematisieren.

Was dabei zum Vorschein kommt, sind imaginäre Altersflecken, Unschärfen, Zwielichtigkeiten als Erkundungen und Kommentare über Bedingungen des Sehens. Die Video und Toninstallation sechzehn Quadratmeter *1 bringt die Sinnlichkeit eines Naturerlebnisses zum Ausdruck. Atmung(Ton) und Bewegung (Bild) der Künstlerin, von ihr aufgezeichnet beim Abschreiten eines Weges von 16 Metern im Quadrat. Isabelle Mühlbacher ergänzt ihre Videoarbeit mit theoretischen Überlegungen. In einer mathematischen Reflexion und Rekonstruktion der Aufzeichnung in der Fläche der Fotografie entsteht eine Architektur der Sinnlichkeit.

Siehe auch: Edition Splitter (externer Link)

MUEHLBACHER Isabelle •