Trans-Ferre Konzept:Andreas Stalzer Schiffsinstallation: Isabelle Muehlbacher Galerie mel contemporary www.mel-art.com

Ausstellungsprojekt “TRANS-FERRE“ von Isabelle Muehlbacher und Andreas Stalzer.



Nach einer stürmischen, aber gelungenen Schiffstaufe im Trockendock am 21.6. in der Galerie Edition Stalzer wird die multimediale Schiffsinstallation “TRANS-FERRE“ & MULTIPLE ab 5. Juli im sicheren Hafen der Galerie mel contemporary vor Anker gehen und zu ihrer künstlerisch-virtuellen Jungfernfahrt auslaufen.



TRANS-FERRE

Konzept: Andreas Stalzer

Schiffsinstallation: Isabelle Muehlbacher






Modell: 1:54 (73 x 15 x 23cm)

Original: 1:10 (7 x 1,50 x 2,30m)





MULTIPLE:

Nora Bachel, Bruno Gironcoli, Eric Kressnig, Joseph Kühn, Jürgen Messensee, Isabelle Muehlbacher, Doris Piwonka, Peter Pongratz, Jürgen Schiefer, Katarina Schmidl, Karin Sulimma, Heimo Wallner, Herwig Zens und Mounty R.P. Zentara



Vernissage:

TRANS-FERRE ­- Jungfernfahrt

5.07. , 19 Uhr

Dauer der Ausstellung:

6.07. – 19.07. 2007,

Öffnungszeiten: Mo-Fr, 16-19 Uhr , Do 16-20 Uhr

Galerie mel contemporary, 1010 Wien

Schubertring 9-11, Eingang: Christinengasse 2

www.mel-art.com, Tel.:0664-8559699
















Im Zentrum der Ausstellung “TRANS–FERRE“ steht ein 7m langes Schiff.

Aus Papier, mit einfachen Mitteln gebogen und geformt, widmete sich die renommierte Künstlerin Isabelle Muehlbacher einer neuen dimensionalen Größe. Entstanden aus einem Modellbau im Maßstab von 1:54 (73 x 15 x 23cm) zu 1:10 ergibt die “TRANS-FERRE“ nun die Form einer Skulptur in der Größe von 7 x 1,50 x 2,30m. Bug und Heck eines Containerfrachters werden durch einen begehbaren Raum aus Holz und zugleich als Rumpf des Schiffes verbunden. Die Raumgröße ergibt sich durch das Maß von 6 Containern in 2 Reihen übereinander gestellt. Der zentral begehbare Raum des Schiffes dient als „White Cube“ dort sind 2 Siebdrucke, und 2 Vitrinen mit 2 Frottagen auf Gold von Muehlbacher ausgestellt.



Die “TRANS-FERRE“ transportiert auch das MULTIPLE – in allen Räumen der Galerie ausgestellt sind - jeweils 2 idente Kunstobjekte - von Nora Bachel, Bruno Gironcoli, Eric Kressnig, Joseph Kühn, Jürgen Messensee, Isabelle Muehlbacher, Doris Piwonka, Peter Pongratz, Jürgen Schiefer, Katarina Schmidl, Karin Sulimma, Heimo Wallner, Herwig Zens und Mounty R.P. Zentara, kuratiert von Andreas Stalzer und Reinhold Sturm.





Zur Entstehungsgeschichte

Die Idee zum Kunstprojekt „TRANS-FERRE“ entstand durch einen Studienaufenthalt von Isabelle Muehlbacher in Lübeck, Hamburg und in Bremerhafen 2006. Besonders im Bereich Containerfracht beobachtete sie Vorort auf Hafen-Terminals die technische und logistische Abhandlung von Transportschiffen durch die fotografische Linse. Aus all diesen mit dem Foto dokumentierten Wahrnehmungen und durch die intensive theoretische Auseinandersetzung zum Themenkomplex Hafen-Logistik-Transport entstand in enger Zusammenarbeit mit Andreas Stalzer das Modell: „Entwurf zu einem Schiffsraum, 2007.“, Papier, Hartschaumplatte, Farbe, Verhältnis 1:54, Format: 73 x 15 x 23cm (l x b x h) und wurde in der Galerie Splitter Art in Wien ausgestellt. Dieses Modell wurde nun für die “TRANS-FERRE“ in dem Maßstab 1:10 vergrößert und gewinnt dadurch eine skulpturelle Dimension.



Kunsttheoretische Überlegungen zu „Trans-Ferre“ (das Hinübertragen und Übersetzen von): Kunst gesehen als Reflexion, bedeutet „Zurückbeugen, -biegen, -krümmen“ und das Übersetzen von Kunst gesehen als Transfer: steht so für die Erzeugung und Vermittlung von Erkenntnissen und Bedeutungen. Das prüfende und vergleichende Denken wird somit in Form gebracht und die daraus gewonnenen Erkenntnisse transferieren wieder in einen inhaltlichen Diskurs zurück. Somit wird Kunst auch gesehen als Disziplin zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.



Die Arbeit am Hafen, dort wo Wirtschaftsgüter sich in alle Weltrichtungen verstreuen und das Schiff als Zentrum, als logistisches Transportmittel fungiert wird dieser Idee der Transferdisziplin gerecht.

Ihre Wahrnehmungen in Bezug zu fremden Kulturtechniken und zu Annäherungen des menschlichen Bewusstseins und zu deren „Versuch der Existenzerhaltung“, durch weltweiten Austausch von Wirtschaftsgütern und Kulturen, gaben der Künstlerin den Anlass die “TRANS-FERRE“ als einen Schiffskörper zu sehen.



Multiple Betrachtungen als Kunsttransfer

„Die ident gleiche Möglichkeit zur Ansicht von Kunstwerken sei es als Druck, als Abdruck, als Skulptur oder als Frottage verstärkt nochmals den Gedanken der Vervielfältigung, Verstreuung, Transfer und somit der Bedeutung und Vermittlung von Erkenntnissen“ erläutert Muehlbacher das Ausstellungskonzept.

Für Andreas Stalzer „war es zuerst der kindliche Zugang über einen Bastelbogen, die überdimensionale Umsetzung aus Papier mit unzulänglichen Mitteln, die fast ironisch das Hochtechnisierte im Schifffahrtswesen beleuchtet. Das entstandene Objekt hingegen stellt an sich (1.) eine autonome Skulptur dar, dient darüber hinaus aber sowohl als (2.) Ausstellungsraum in seinem Inneren als auch als (3.) zentrales Raumelement um das sich Arbeiten der obengenannten Künstler zur Diskussion stellen.“ Es ist Stalzer „ein zentrales Anliegen der Druckgrafik, aber auch dem Multiple, den vervielfältigenden Techniken mit dieser Ausstellung eine Plattform zu schaffen. Aus diesem Grund werden sämtliche Arbeiten in zweifacher, identer Ausführung gezeigt. Denn Druckgrafik ist spätestens seit Gutenberg eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit, Inhalte zu vermitteln und zu transferieren.“



„“TRANS-FERRE“ transportiert das Multiple – das Nicht-Einmalige in der Kunst - das Originelle aber mehrfach Vorhandene. Siebdrucke, Radierungen, Kunstbücher, Schachteln, Objekte und Straßenschilder“, konkretisiert der Galerist Reinhold Sturm das außergewöhnliche Konzept der Schiffsinstallation von Isabelle Muehlbacher & Andreas Stalzer.

BACHEL Nora • GIRONCOLI Bruno • KRESSNIG Eric • KÜHN Joesph • MESSENSEE Jürgen • MUEHLBACHER Isabelle • PIWONKA Doris • PONGRATZ Peter • SCHIEFER Jürgen • SCHMIDL Katarina • SULIMMA Karin • WALLNER Heimo • ZENTARA Mounty R. P. •